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22.01.2019

Wenn ich doch nur mehr Geld hätte ...

Yvonne Bartl, Gründerin von Portum – Der BusinessHafen über die wirklichen Engpässe und was man als Unternehmer dagegen tun kann

Als Unternehmer oder Unternehmerin mehr Geld zur Verfügung zu haben, macht entspannter. In manchen Situationen mag das sicherlich der Fall sein. Yvonne Bartl, Gründerin von Portum – Der BusinessHafen, begegnet dies immer wieder in der Zusammenarbeit mit ihren Kunden oder im Verkaufsgespräch. Was sich jedoch feststellen lässt, ist, dass das Manko an einer ganz anderen Stelle liegt.

Wenn kein Geld da ist, sind bestimmte Sachen nicht oder schwieriger realisierbar. Das ist korrekt. „Da stellt sich die Frage: Warum ist kein Geld da?“, hebt Yvonne Bartl hervor. Bei näherem Hinterfragen stellt sich heraus, dass der Engpass eigentlich ein ganz anderer ist. So lähmt beispielsweise die Unzufriedenheit der Kunden den Geldfluss. Vielleicht wird auch der Vertrieb nur halbherzig gemacht oder die Produktivität ist eingeschränkt. „Die Ursachen liegen dann oft in Bereichen, in denen man sich nicht so gerne damit beschäftigt und die möglicherweise Konflikte bedeuten. Vielleicht heißt das auch, ganze Veränderungsprozesse anstoßen zu müssen.“

Unternehmer erkennen die eigentlichen Ursachen jedoch nur ganz selten selber. 5 Tipps, wie man den wahren Engpässen auf die Schliche kommt und begegnen kann:

  1. Den größten Engpass mithilfe einer neutralen dritten Person identifizieren. Das sollte jemand sein, mit dem man sich auf Augenhöhe unterhalten kann.
  2. Kurzfristige Maßnahmen erarbeiten, die schnell und günstig umgesetzt werden können.
  3. Diese Maßnahmen sichtbar und damit immer präsent machen für sich selbst und die Mitarbeiter.
  4. Kontinuierlich mit dem Team daran arbeiten und ein Zeitfenster dafür einrichten.
  5. Nun die mittel- und langfristigen Maßnahmen im diesem Stil umsetzen.

„Sollten während dieses Prozesses Verbesserungsideen aufkommen, muss immer reflektiert werden, ob dies bei der Auflösung des momentanen Engpasses dienlich ist. Immer mit dem Blick auf die kurz-, mittel- oder langfristige Ausrichtung. Und: Durchhalten!“

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